Woher stammen die in der Schweiz verkauften Pellets?

Wenn es um die Herkunft der Pellets geht, gehen die Emotionen oft hoch. Es geistern die wildesten Spekulationen umher: Herkunft grösstenteils aus dem Ausland, Osteuropa, per Schiff von Kanada und vieles mehr. In Bezug auf die Herkunft geht man mit dem Pellet hart ins Gericht.
Da fragt man sich dann: Weiss denn jeder woher sein Öl im Keller kommt und wie lange es unterwegs war, bis es im Öltank seines Kellers war. Bezieht denn jeder der eine Wärmepumpe installiert den Ökostrom aus der Schweiz oder interessiert es den Betreiber mindesten woher denn genau sein Strom kommt und wie er produziert wurde.

Lösen wir die Rätsel um die Herkunft der Pellets auf …
Pellets werden hauptsächlich aus Holzresten hergestellt, die in holzverarbeitenden Betrieben in der Schweiz anfallen.
Pellets sind ein reines Naturprodukt. Der Rohstoff, Sägemehl und Hobelspäne, muss gemäss den Vorgaben der Luftreinhalteverordnung (LRV) naturbelassen sein. Er wird ohne Zugabe von chemischen Bindemitteln gepresst. Der einzige Zusatzstoff, der zum Einsatz kommen kann, ist in minimalster Menge pflanzliche Stärke aus Mais. Die Stärke dient als Hilfsmittel für den Pressvorgang.

Pellets aus der Schweiz
Im Jahr 2017 wurden rund 210‘000 Tonnen Schweizer Pellets produziert. Das sind rund 70 % der verkauften Pellets. Und das Schöne dabei: Je mehr Schweizer Holz von unseren Sägereien verarbeitet wird, desto mehr Holzreste fallen an, um hiesige Pellets zu produzieren.

Ein Teil der produzierten Pellets lagern die Pelletproduzenten bei sich in den Betrieben ein. Ein weiterer Teil wird durch Transporteure in externe Lager verteilt, damit sie schneller an die Kunden ausgeliefert werden können.
Die Pelletproduktion kann bei allen Herstellern noch stark erhöht werden.

In der Schweiz gibt es 12 Pellethersteller und ca. 15 Pelletanbieter.

Pellets europaweit
Die Pellets, die in die Schweiz importiert werden, stammen zu über 90 % aus unseren Nachbarländern Österreich, Deutschland und Frankreich. Interessant ist, dass diese drei Länder zu den grössten Pelletproduzenten in Europa gehören.

Bild: proPellets.ch