Holzheizsysteme im Vergleich

Welche Holzheizung ist für Sie die Richtige?

Heizen mit Holz ist die älteste und auch naturbelassenste Art Ihr Haus zu heizen.

Generelle Punkte zu Holzheizungen

  • Stückholz, Hackschnitzel wie auch Pellets sind Brennstoffe aus der Region. Die Wertschöpfung bleibt zu einem grossen Teil in der Schweiz.
  • Holz ist ein günstiger Brennstoff und sehr stabil im Preis.
  • Mit Holz heizen Sie CO2-neutral.
  • Neue, moderne und korrekt betriebene Holzheizungen verursachen kleine Mengen an Feinstaub. Sie unterschreiten die strengen Grenzwerte jedoch deutlich.
  • Alle drei Holzheizsysteme brauchen einen Kamin.
  • Wenn Sie mit einer Holzheizung heizen, besucht Sie einmal im Jahr der Kaminfeger.
  • Weiter werden alle 2 Jahre CO-Messungen gemacht, damit Ihre Heizung immer einwandfrei und sauber läuft.
  • Der Stromverbrauch ist bei allen drei Heizsystemen kleiner als 1% der erbrachten Leistung – also sehr gering.

Pelletheizung

Vollautomatische Heizung mit hohem Komfort

  • Pellets werden mit dem Tanklastwagen geliefert. Der Einfüllstutzen des Lagers sollte dazu nicht weiter als 30 Meter von einer LKW-tauglichen Zufahrt entfernt sein.
  • Eine Pelletheizung braucht etwa gleich viel Platz wie eine Ölheizung.
  • Der Heizkessel und das Pelletlager können bis zu 20 Meter voneinander entfernt sein.
  • Egal welche Heizung Sie haben, ein Systemwechsel ist einfach.
  • Für die Lagerung der Pellets gibt es verschiedene Möglichkeiten.
  • Die Asche wird ca. 5 x jährlich geleert.
  • Sie haben einen moderaten Reinigungsaufwand (Schauglaskontrolle) evtl. Reinigung des Brennraums.
  • Die Pellets verströmen einen angenehmen, dezenten Holzgeruch.
  • Ein mittleres Einfamilienhaus braucht ca. 4 Tonnen / 6 m3 Pellets pro Jahr.

Bei der Herstellung der Pellets entsteht ca. 2.7 % graue Energie (Werte in % der in dem Brennstoff enthaltenen grauen Energie). Als graue Energie wird die Energiemenge bezeichnet, die für Herstellung, Transport, Lagerung, Verkauf und Entsorgung eines Produktes benötigt wird.

Details zu den Pelletheizungen

Schnitzelheizung

Effizient und vollautomatisch – mit eher hohem Platzbedarf

  • Holzschnitzelheizungen eignen sich für kleine Objekte nur beschränkt, ausser in der Landwirtschaft oder in holzverarbeitenden Betrieben.
  • Schnitzel sind voluminöser als Pellets und ist noch feucht (bis 35% Feuchtigkeit).
  • Die Heizung ist vollautomatisch und mit geringem Reinigungsaufwand verbunden (Asche leeren, Brennraum reinigen).
  • Die Logistik ist eher aufwändig. Es braucht eine direkte Zufahrt zum Schnitzellagerraum für die Einbringung der Hackschnitzel.
  • Es kann vom Baumstamm bis zu den Ästen alles Holz verheizt werden.
  • Für kleine und grosse Wärmeverbunde gut geeignet.
  • Zu einer Schnitzelheizung empfiehlt sich ein Wärmespeicher.
  • Hackschnitzel sind günstiger als Pellets.
  • Die Investitionskosten sind höher als bei einer Pellets- oder Stückholzheizung.
  • Ein mittleres Einfamilienhaus braucht ca. 25 m3 Schnitzel pro Jahr.

Bei der Herstellung von Schnitzel entsteht ca.2.3 % graue Energie (Werte in % der in dem Brennstoff enthaltenen grauen Energie). Als graue Energie wird die Energiemenge bezeichnet, die für Herstellung, Transport, Lagerung, Verkauf und Entsorgung eines Produktes benötigt wird.

      Details zu den Schnitzelheizungen

      Stückholzheizung

      Günstig und effizient – nicht vollautomatisch

      • Stückholz ist der günstigste Holzbrennstoff.
      • Der Arbeitsaufwand ist grösser als bei den Pellet- und Schnitzelheizungen - Sie befüllen die Heizung manuell ca. alle 2 Tage.
      • Die Stückholzheizung hat eine automatische Zündung.
      • Der Komfort ist grösser als man denkt.
      • Zu einer Stückholzheizung braucht es immer einen Wärmespeicher.
      • Ferienabwesenheit über mehrere Tage muss geregelt werden.
      • Der Brennstoff ist regional überall erhältlich - grosse Unabhängigkeit.
      • Ein mittleres Einfamilienhaus braucht ungefähr 14 Ster Holz pro Jahr.
      • Viele nehmen den Arbeitsaufwand mit einer Stückholzheizung gerne in Kauf, weil die Tätigkeit als sinnvoll empfunden wird. Das Heizen mit Stückholz wird als Lebensqualität empfunden.

      Bei der Herstellung von Stückholz entsteht ca. 1.2% graue Energie (Werte in % der in dem Brennstoff enthaltenen grauen Energie). Als graue Energie wird die Energiemenge bezeichnet, die für Herstellung, Transport, Lagerung, Verkauf und Entsorgung eines Produktes benötigt wird.

      Details zu den Stückholzheizungen