Wärmeverbund Schachen

Von der Käserei zur Heizzentrale

Im Dorf Schachen wurde die letzten Jahre sehr viel gebaut und vieles ist noch in Planung. Alle Häuser und Wohnungen brauchen Wärme. Gleichzeitig muss bei einem kleineren Wärmeverbund, bei dem die ganze Schulanlage und ein Einfamilienhaus-Quartier angehängt ist, die Schnitzelheizung ersetzt werden.

Bei Markus Heitzmann, der selber in Schachen wohnt, begannen die Gedanken zu kreisen. Eigentlich könnte ja Heitzmann einen Wärmeverbund im Dorf machen? Das grosse Klären, Ideen spinnen, Gespräche führen, Planen … begann im Oktober 2014.

Im Januar 2016 laufen erste Gespräche mit möglichen Wärmebezügern und die Standortfrage wird geklärt.

Die Heizzentrale wird im Untergeschoss der ehemaligen Dorfkäserei untergebracht. Der Käsekeller wird zu einem Heizraum umgebaut. Hinter dem Gebäude entsteht das Holzschnitzellager mit drei Kammern mit je 100 m3 Inhalt.
Im März 2017, nach 30-monatiger Planung, erfolgt der Baustart des Wärmeverbunds Schachen – ein grosser Moment für die beiden Bauherren und Betreiber des Wärmeverbundes, die Heitzmann AG und die Markus Schmid AG.

Mit dem Wärmeverbund wird ein grosser Teil des Dorfes Schachen mit einheimischer Energie geheizt. Fünf Heizkessel werden im ehemaligen Käsekeller installiert. Die Käserei wird innen und aussen komplett saniert. Der Besitzerin des Gebäudes, der Korporation Schachen, war es sehr wichtig, dass das Gebäude seinen Charakter behält.

Im Herbst 2017 nimmt der Wärmeverbund Schachen mit zwei Heizkesseln seinen Betrieb auf. Bis im Jahr 2021 werden fünf Heizkessel mit je einer Leistung von 330 kW in Betrieb sein. Zum Ende des Projektes werden 82 Gebäude/276 Wohneinheiten angeschlossen sein, mit einer Gesamtleistung von 1'650 Kilowatt. Dafür wurde bisher rund 1'200 Meter Leitung verlegt.

Viel Erfahrung gesammelt

Markus Heitzmann: „Mit diesem Projekt kann ich definitiv sagen, ich spreche aus Erfahrung.“ Das Projekt Wärmeverbund bringt für Heitzmann einen reichen Schatz an Erfahrung und Wissen mit sich. Davon profitieren natürlich unsere Kunden, die mit uns einen Wärmeverbund planen.

So sieht in etwa ein Planungsablauf eines Wärmeverbundes aus

  • Idee eines Wärmeverbunds
  • Perimeter festlegen, wo überall Wärme geliefert werden kann – Standort Heizzentrale festlegen
  • 1. Infoveranstaltung für Hauseigentümer / mögliche Wärmebezüger
  • Interesse bei Hauseigentümern abfragen (schriftlich)
  • Rückmeldungn der möglichen Wärmebezüger einfordern (schriftlich)
  • Perimeter je nach Interesse neu festlegen
  • Leistungsaufnahme bei Interessierten vor Ort
  • Machbarkeit- und Wirtschaftlichkeitsstudie erstellen inkl. Ermittlung des Wärmepreises
  • Leistung berechnen und Vertag an die Interessierten
  • 2. Infoveranstaltung für mögliche Wärmebezüger
  • Vorvertrag mit Wärmebezüger unterzeichnen
  • Heizzentrale und Leitungsnetz planen
  • Durchleitungsrechte mit Grundeigentümer klären
  • Baueingabe Heizzentrale und Fernleitungsnetz
  • Definitive Verträge mit Interessenten abschliessen
  • Umsetzung – Bau der Heizzentrale und Fernleitungsnetz
  • Inbetriebnahme der Heizzentrale
  • Betrieb

Die Heizzentrale des Wärmeverbund Schachen kann jederzeit besichtigt werden. Bitte vereinbaren Sie mit uns einen Termin.

Stolz ragen die Kamine in den Himmel – ein gelungenes Projekt