Stückholzheizung: Vorteile, Nachteile & Verbrauch

Stückholzheizung
Holzenergie

Eine moderne Stückholzheizung bietet tiefe Heizkosten und hohe Unabhängigkeit, verlangt aber mehr Eigenleistung als eine Pelletheizung oder Wärmepumpe.


Aktualisiert am
Holzstapel am Waldrand für eine Stückholzheizung

In diesem Ratgeber erfahren Sie, welche Vorteile und Nachteile das Heizen mit Stückholz hat, wie eine Holzvergaserheizung funktioniert und mit welchem Holzverbrauch Sie rechnen müssen.

Vor- und Nachteile

Vorteile einer Stückholzheizung

Tiefe Heizkosten
Stückholz zählt zu den günstigsten Brennstoffen. Besonders tief fallen die Heizkosten aus, wenn das Holz aus dem eigenen Wald oder aus der näheren Umgebung stammt.

Hohe Unabhängigkeit
Das Brennholz wächst in Ihrer Region und lässt sich für mehrere Winter lagern. Ein gut gefülltes Holzlager schafft Versorgungssicherheit und macht unabhängig von Öl-, Gas- und Strompreisen.

Mehr Komfort als erwartet
Sie schichten die Holzscheite in den Füllraum und schliessen die Tür. Bei Wärmebedarf startet die automatische Zündung den Heizvorgang. Der Pufferspeicher nimmt die erzeugte Wärme auf und gibt sie über viele Stunden an das Gebäude ab.

Erneuerbare Energie aus der Region
Holz wächst nach und stammt aus regionaler Forstwirtschaft. Kurze Transportwege halten einen grossen Teil der Wertschöpfung in der Region. Bei nachhaltiger Waldbewirtschaftung weist das Heizen mit Stückholz zudem eine gute CO₂-Bilanz auf.

Hoher Wirkungsgrad
Moderne Holzvergaserheizungen erreichen Wirkungsgrade von über 90 Prozent. Sie verbrennen das Holz kontrolliert und nutzen die Energie des Holzes nahezu vollständig.

Lange Lebensdauer
Hochwertige und regelmässig gewartete Stückholzheizungen erreicht eine Lebensdauer von 20 Jahren und mehr.

Vielseitig kombinierbar
Die Stückholzheizung lässt sich mit einer Solarthermie- oder Photovoltaikanlage, einem Elektroheizstab, einer Pelletheizung oder einer Wärmepumpe ergänzen. So übernimmt beispielsweise die Sonne im Sommer die Warmwasserbereitung, während der Stückholzkessel pausiert.

Betrieb mit einer Notstromlösung
Auch eine Stückholzheizung benötigt Strom für Steuerung, Pumpen und Gebläse. Mit einer passend ausgelegten Notstromlösung kann sie bei einem Stromausfall weiterlaufen.

Nachteile einer Stückholzheizung

Holz von Hand einfüllen
Der Füllraum wird manuell mit Holzscheiten beschickt. Je nach Wärmebedarf, Jahreszeit und Grösse des Pufferspeichers müssen Sie den Heizkessel einmal täglich füllen.

Platz für den Holzvorrat
Neben dem Heizraum braucht es einen trockenen, gut belüfteten Lagerplatz. Dort muss genügend Brennholz für die Heizperiode bereitliegen.

Regelmässige Eigenleistung
Das Holz wird geliefert oder selbst aufbereitet, gestapelt und zum Heizkessel getragen. Auch das Beschicken und Entfernen der Asche gehören zum Betrieb.

Weniger geeignet bei längerer Abwesenheit
Wer häufig verreist oder die Heizung möglichst wenig bedienen möchte, ist mit einer vollautomatischen Pelletheizung meist besser bedient.

Stückholzheizung in einem Landwirtschaftsbetrieb
Zielgruppe

Für wen eignet sich eine Stückholzheizung?

Eine Stückholzheizung eignet sich für Menschen, die günstig mit Holz heizen möchten und bereit sind, selbst mit anzupacken. Dazu zählen häufig Hausbesitzer in ländlichen Regionen. Gut geeignet ist sie für:
 

  • Waldbesitzer mit eigenem Brennholz
  • Hausbesitzer mit günstigem Zugang zu Brennholz
  • Landwirte
  • Personen mit genügend Platz für ein trockenes Holzlager
  • kleinere Schreinereien oder Sägewerke mit geeignetem Brennholz

Weniger geeignet ist eine Stückholzheizung für Personen, die ihre Heizung möglichst wenig bedienen möchten oder häufig längere Zeit abwesend sind. Für sie bietet eine vollautomatische Pelletheizung meist mehr Komfort. 
Tipp: Ein Vergleich der verschiedenen Holzheizsysteme hilft Ihnen, die passende Lösung für Ihre Bedürfnisse zu finden.
 

Gut zu wissen: Alle unsere Stückholzheizungen verfügen über eine automatische Zündung. Der Heizkessel kann dann befüllt werden, wenn es zeitlich am besten passt. Bei Wärmebedarf zündet er selbstständig. Je nach Modell übernimmt zusätzlich eine automatische Reinigungsfunktion einen Teil der Arbeit. Das Bereitstellen des Brennholzes und das Befüllen des Heizkessels bleiben jedoch Handarbeit.

Besitzer einer Stückholzheizung beim Befüllen des Heizkessels
Holzvergasertechnik

Wie funktioniert eine moderne Stückholzheizung?

Eine moderne Stückholzheizung arbeitet nach dem Holzvergaserprinzip. Im Brennraum erhitzen sich die Holzscheite bei kontrollierter Luftzufuhr. Dabei entsteht energiereiches Holzgas. Dieses verbrennt in einer zweiten Brennkammer bei über 1’000 °C nahezu vollständig.

Ein Wärmetauscher überträgt die erzeugte Wärme auf das Heizungswasser. Dieses versorgt die Heizung und den Warmwasserspeicher. So erreicht eine moderne Holzvergaserheizung mit trockenem Brennholz einen Wirkungsgrad von über 90 Prozent – bei tiefem Holzverbrauch und geringen Emissionen.

Gut zu wissen: Holz zählt zu den erneuerbaren Energieträgern. Bei der Verbrennung wird das Kohlendioxid (CO₂) freigesetzt, das der Baum während seines Wachstums aufgenommen und im Holz gespeichert hat. Für eine gute Klimabilanz sind zudem eine nachhaltige Waldbewirtschaftung, kurze Transportwege und trockenes Brennholz entscheidend. So arbeitet eine moderne Holzvergaserheizung effizient und emissionsarm.

Betrieb

Automatische Zündung:
Einfach erklärt

Bei einer Stückholzheizung mit automatischer Zündung können Sie den Füllraum vorbereiten, wenn es Ihnen zeitlich am besten passt. Fordert die Regelung Wärme an und kann der Pufferspeicher diese nicht mehr ausreichend bereitstellen, startet die Zündung den Abbrand automatisch.
 

  • Anheizmodul vorbereiten (Türe und Brennraum)
  • Heizkessel vollständig mit Holz befüllen
  • Türe schliessen
Automatische Zündung Stückholzheizung
Wärmespeicherung

Der Pufferspeicher – das Herzstück jeder Stückholzheizung

Ein Pufferspeicher gehört zu jeder Stückholzheizung. Wie eine grosse Wärmebatterie nimmt er die Energie einer Kesselfüllung auf und gibt sie bei Bedarf an das Haus ab. Das ist wichtig, weil beim Abbrand mehr Wärme entsteht, als das Gebäude gleichzeitig benötigt.
Während der Holzvergaserkessel mit voller Leistung arbeitet, speichert der Pufferspeicher die überschüssige Wärme. So bleiben Heizung und Warmwasser auch nach dem Abbrand versorgt. Gleichzeitig arbeitet der Kessel im optimalen Leistungsbereich. Das senkt den Holzverbrauch und die Emissionen. Ein grösserer Speicher verlängert die Zeit bis zur nächsten Kesselfüllung.

Wie gross muss der Pufferspeicher sein?
Für handbeschickte Heizkessel gelten in der Schweiz zwei Anforderungen an das Mindestvolumen des Pufferspeichers:
 

  • mindestens 12 Liter Speichervolumen pro Liter Brennstofffüllraum
  • mindestens 55 Liter Speichervolumen pro Kilowatt Nennwärmeleistung

Beide Werte müssen berechnet werden. Massgebend ist der grössere Wert. Wie gross der Pufferspeicher idealerweise sein sollte, hängt zusätzlich vom Heizkessel, vom Wärmebedarf des Gebäudes und vom gewünschten Heizkomfort ab.

Rechenbeispiel für einen Stückholzkessel mit 30 kW Nennwärmeleistung und einem Füllraum von 166 Litern:
 

  • 166 Liter Füllraum × 12 Liter Speichervolumen pro Liter Füllraum = 1’992 Liter
  • 30 kW Nennwärmeleistung × 55 Liter Speichervolumen pro kW = 1’650 Liter

Der grössere der beiden Werte ist massgebend. Der Pufferspeicher muss deshalb mindestens 1’992 Liter fassen. In der Praxis wird in diesem Beispiel ein Pufferspeicher mit einem Nennvolumen von mindestens 2’000 Litern benötigt.

In Einfamilienhäusern kommen häufig Pufferspeicher mit einem Volumen von 2’000 bis 3’000 Litern zum Einsatz. Die passende Grösse muss jedoch immer für die konkrete Anlage bestimmt werden.

Vorteile eines Pufferspeichers

Wärme auf Vorrat
Die erzeugte Energie bleibt über viele Stunden verfügbar.
Mehr Komfort
Heizung und Warmwasser bleiben auch nach dem Abbrand versorgt.
Hoher Wirkungsgrad
Der Kessel arbeitet im optimalen Leistungsbereich.
Tieferer Holzverbrauch
Die Energie des Brennholzes wird effizient genutzt.
Weniger Emissionen
Der vollständige Abbrand reduziert den Schadstoffausstoss.
Längere Lebensdauer
Der gleichmässige Betrieb schont den Heizkessel.

Gut zu wissen: Die Formel bestimmt die gesetzliche Mindestgrösse. Ein grösserer Pufferspeicher nimmt mehr Wärme auf und verlängert die Zeit bis zur nächsten Kesselfüllung. Wie gross der Speicher idealerweise sein sollte, hängt auch vom Heizkessel und vom Wärmebedarf des Gebäudes ab.

Holzverbrauch

Wie hoch ist der Verbrauch einer Stückholzheizung?

Ein mittleres Einfamilienhaus benötigt pro Jahr rund 10 bis 15 Ster Brennholz. Der tatsächliche Holzverbrauch einer Stückholzheizung hängt jedoch vom Wärmebedarf des Gebäudes, der beheizten Fläche und vom Warmwasserverbrauch ab. Auch die Holzart und der Wassergehalt beeinflussen, wie viele Ster im Winter im Heizkessel landen.
Ein gut gedämmtes Haus verbraucht weniger Brennholz als ein unsaniertes Gebäude. Trockenes Holz und ein passend dimensionierter Pufferspeicher helfen zudem, die vorhandene Energie effizient zu nutzen.

Gut zu wissen: Ein Ster bezeichnet einen Kubikmeter sauber aufgeschichtetes Holz samt Zwischenräumen. Da Hartholz pro Ster mehr Energie enthält als leichteres Holz, kann der Verbrauch je nach verwendeter Holzart unterschiedlich ausfallen. Das Brennholz sollte einen Wassergehalt von höchstens 20 Prozent aufweisen.

1-Meter-Stückholzheizung auf einem Bauernhof
Im Alltag

Heizen mit ½-Meter- oder 1-Meter-Spälten

Längere Scheite bedeuten weniger Arbeit beim Sägen und Spalten, können aber schwerer zu handhaben sein. Besonders 1-Meter-Scheite verlangen je nach Holzart und Durchmesser mehr Kraft. Bei der Wahl des Heizkessels sollte deshalb nicht nur die benötigte Leistung berücksichtigt werden, sondern auch, wer die Heizung im Alltag befüllt.

Flexible Kombinationen

Stückholzheizung mit anderen Heizsystemen kombinieren

Eine Stückholzheizung lässt sich sinnvoll mit einer Pelletheizung, Wärmepumpe, Solarthermie- oder Photovoltaikanlage kombinieren. Das kann den Bedienkomfort erhöhen, den Holzverbrauch reduzieren und die Nutzung erneuerbarer Energie verbessern.

Stückholz und Pellets
Die Kombiheizung Smart-Duo vereint Stückholz und Pellets in einem Heizsystem. Sie heizen kostengünstig mit Stückholz. Ist niemand zu Hause oder wird nur wenig Wärme benötigt, übernimmt die Pelletheizung automatisch – beispielsweise die Warmwasserbereitung im Sommer.

Stückholz und Solarthermie
Eine Solarthermieanlage übernimmt einen Teil der Warmwasserbereitung und unterstützt die Heizung in der Übergangszeit. So kann der Stückholzkessel im Sommer häufig pausieren und der Holzverbrauch sinkt. Besonders wirtschaftlich ist diese Kombination dort, wo täglich viel Warmwasser benötigt wird, etwa in der Landwirtschaft oder in Mehrfamilienhäusern.

Stückholz und Wärmepumpe
Bei dieser Kombination übernimmt die Wärmepumpe je nach Auslegung die Warmwasserbereitung und das Heizen bei milden Aussentemperaturen. An kalten Tagen oder bei höherem Wärmebedarf kommt die Stückholzheizung zum Einsatz. So lässt sich das Haus auch dann automatisch beheizen, wenn der Stückholzkessel nicht gefüllt ist. Beide Wärmeerzeuger nutzen den Pufferspeicher und werden über die Heizungsregelung aufeinander abgestimmt.

Stückholz und Photovoltaik
Eine Photovoltaikanlage liefert Strom für die Heizungsregelung und die Umwälzpumpen. Überschüssiger Solarstrom kann zudem über einen Elektroheizstab im Pufferspeicher zur Wärmeerzeugung genutzt werden. Dadurch steigt der Eigenverbrauch des selbst produzierten Stroms.

Brennholz: Auswahl und Lagerung

So holen Sie das Maximum aus Ihrer Stückholzheizung heraus

Trockenes, passend gespaltenes Brennholz sorgt für einen hohen Wirkungsgrad, geringe Emissionen und einen sauberen Abbrand.
 

  • Verwenden Sie naturbelassenes Holz mit einem Wassergehalt von höchstens 20 Prozent.
  • Lagern Sie frisch geschlagenes Holz in der Regel rund zwei Jahre luftig und vor Regen geschützt.
  • Ideal sind gleichmässig gespaltene Scheite mit einer Kantenlänge von etwa 10 bis 13 cm.
  • Buche, Esche und Eiche brennen lange und gleichmässig. Nadelholz eignet sich gut zum Anfeuern.
     
Fertig aufbereitetes Stückholz am Waldrand noch nicht gedeckt
Fertig aufbereitetes Stückholz am Waldrand – jedoch noch nicht gedeckt.

Gut zu wissen: Lackiertes, beschichtetes oder imprägniertes Holz sowie Spanplatten dürfen nicht verbrannt werden. Sie setzen Schadstoffe frei und können den Heizkessel beschädigen.

Fazit

Passt eine Stückholzheizung?

Eine Stückholzheizung ist besonders interessant, wenn Sie Brennholz günstig beziehen können, genügend Platz für Anlage und Holzlager haben und bereit sind, regelmässig selbst mitzuarbeiten. Dafür heizen Sie mit einem regionalen Brennstoff und reduzieren Ihre Abhängigkeit von Öl und Gas. Wenn Ihnen ein vollautomatischer Betrieb oder eine zuverlässige Wärmeversorgung während längerer Abwesenheiten wichtig ist, kann eine Kombination mit Pellets oder einer Wärmepumpe die passendere Lösung sein.

Lassen Sie sich von unseren Fachpersonen unverbindlich beraten.

Berater finden

Häufige Fragen zur Stückholzheizung

Wie funktioniert die automatische Zündung einer Stückholzheizung?

Sie befüllen den Heizkessel im Voraus mit Brennholz. Fordert die Regelung und der Pufferspeicher Wärme an, startet die automatische Zündung den Abbrand. Nach dem Abbrand muss der Füllraum für den nächsten Heizvorgang wieder von Hand beschickt werden.

Kann eine Stückholzheizung eine Ölheizung vollständig ersetzen?

Ja. Eine passend dimensionierte Stückholzheizung kann die Raumheizung und die Warmwasseraufbereitung vollständig übernehmen. Vor dem Ersatz müssen unter anderem Wärmebedarf, Platzverhältnisse, Pufferspeicher, Kamin und Brennholzlager geprüft werden.

Wie wird mein Haus während der Ferien beheizt?

Die automatische Zündung kann eine vorbereitete Kesselfüllung selbstständig starten, aber kein neues Holz nachfüllen. Für längere Abwesenheiten eignet sich deshalb eine Kombination mit einer Pelletheizung oder Wärmepumpe. Diese übernimmt die Wärmeversorgung automatisch, wenn der Stückholzkessel nicht mehr befüllt ist. Oder Ihr Nachbar übernimmt das Einheizen während Ihrer Abwesenheit.

Was kostet eine Stückholzheizung?

Die Investitionskosten hängen von der Heizleistung, den baulichen Voraussetzungen und dem Umfang der Sanierung ab. Zum Gesamtsystem gehören neben dem Heizkessel unter anderem Pufferspeicher und Installation. Bei einem Heizungsersatz können zusätzlich der Rückbau der alten Anlage, Anpassungen am Kamin und weitere bauliche Arbeiten anfallen. Eine zuverlässige Kostenschätzung ist deshalb erst nach einer Besichtigung mit einem Fachberater von Heitzmann und Ihrem Heizungsinstallateur möglich.

Wie hoch ist der Holzverbrauch?

Der Holzverbrauch hängt vom Wärmebedarf des Gebäudes, der beheizten Fläche, der Dämmung, dem Warmwasserverbrauch und der Holzqualität ab. Auch die Holzart spielt eine Rolle, da ein Ster Hartholz mehr Energie enthält als ein Ster leichtes Nadelholz. Eine verlässliche Verbrauchsangabe ist deshalb anhand des bisherigen Energieverbrauchs oder einer Heizlastberechnung möglich.
Sie können jedoch pro Jahr von rund 10 bis 15 Ster Holz ausgehen für ein mittleres Einfamilienhaus.

Wie oft muss die Stückholzheizung befüllt werden?

Mit einem richtig dimensionierten Heizkessel und Pufferspeicher genügt während der Heizperiode meist einmal täglich eine Kesselfüllung. In der Übergangszeit reicht eine Füllung für zwei bis drei Tage oder länger. 
Während des Abbrandes wird nicht nachgelegt.

Warum braucht eine Stückholzheizung einen Pufferspeicher?

Der Pufferspeicher nimmt die Wärme auf, die während eines Abbrands nicht sofort im Gebäude benötigt wird. Anschliessend gibt er sie bedarfsgerecht an die Heizung und die Warmwasserbereitung ab. Er funktioniert dabei ähnlich wie ein Energiespeicher: Die während des Abbrands erzeugte Wärme bleibt verfügbar, bis sie im Gebäude benötigt wird. Dadurch kann der Heizkessel effizient und emissionsarm arbeiten, während das Haus auch nach dem Abbrand mit Wärme versorgt bleibt.

Kann ich eine Stückholzheizung mit einer Wärmepumpe kombinieren?

Ja. In einem Hybridsystem kann die Wärmepumpe beispielsweise bei milden Temperaturen und für die Warmwasserbereitung eingesetzt werden. Bei tiefen Aussentemperaturen oder höherem Wärmebedarf übernimmt die Stückholzheizung. Voraussetzung ist eine fachgerecht geplante hydraulische Einbindung und Regelung.

Funktioniert eine Stückholzheizung bei einem Stromausfall?

Nein, nicht ohne zusätzliche Stromversorgung. Auch eine Stückholzheizung benötigt Strom für Regelung, Ventilatoren und Umwälzpumpen. Eine passend ausgelegte Notstromlösung kann den Betrieb beziehungsweise die sichere Wärmeabfuhr bei einem Stromausfall gewährleisten.

Wie gross muss der Pufferspeicher einer Stückholzheizung sein?

Für handbeschickte Heizkessel müssen in der Schweiz mindestens 12 Liter Speichervolumen pro Liter Brennstofffüllraum und mindestens 55 Liter pro Kilowatt Nennwärmeleistung berechnet werden. Massgebend ist der grössere Wert. Die optimale Grösse hängt zusätzlich vom Gebäude und vom gewünschten Heizkomfort ab.

Pascal Estermann, Heitzmann AG
Manuela Wüest
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