Toni Heitzmann erinnert sich
Was als handwerkliche Neugier begann, wurde Anfang der 1980er-Jahre zum Wendepunkt für Heitzmann: Toni Heitzmann entwickelte seinen ersten Holzkessel – getrieben von Praxis, Bauchgefühl und dem festen Willen, es besser zu machen.
1968 übernahm Toni Heitzmann mit 25 Jahren den elterlichen Betrieb. Das Handwerk hatte er von Grund auf gelernt – zuerst als Spengler, danach im Sanitärbereich.
Wenn Funktionieren nicht genügt
Ein Grossteil seiner Kunden waren Bauern aus der Umgebung. Neben Sanitärinstallationen baute Toni bei ihnen auch Holzkessel ein. Die Anlagen erfüllten ihren Zweck – nicht weniger, aber auch nicht mehr. «Die Systeme waren nicht effizient», erzählt Toni. Vor allem die Rückmeldungen der Bäuerinnen blieben ihm in Erinnerung. «Es mottete und stank», hiess es. «Ich war überzeugt: Das muss besser gehen.» Was folgte, waren viele Abende in der Werkstatt. Toni Heitzmann tüftelte, schraubte, probierte aus.
Eine unerwartete Inspiration kam von einem LKW, der mit Holzgas betrieben wurde. Das Prinzip faszinierte Toni. Holz wurde nicht einfach verbrannt, sondern kontrolliert vergast. Entscheidend war dabei eine gleichmässige, stabile Glut. «Da habe ich verstanden: Es geht nicht ums Anzünden. Es geht darum, den Verbrennungsprozess zu führen.»
Der erste eigene Holzheizkessel
1980 baute Toni Heitzmann schliesslich seinen ersten eigenen Stückholzkessel. Er war grösser als alles, was man bis dahin kannte, und brachte deutlich mehr Leistung als die alten Systeme. Ein entscheidender Punkt war die Brennstofffrage. «Es gibt schönes Holz und wüstes Holz – brennen tut beides.» Sein Kessel sollte genau das leisten: auch Restholz effizient nutzen.
Für den ersten Holzheizkessel erhielt Heitzmann das Gütezeichen des Schweizer Verbandes für Waldwirtschaft. «Das hat mich bestärkt, weiterzumachen.» Mit der Anerkennung rückte ein Thema stärker in den Fokus: die Luftreinhaltung. Weniger Rauch, weniger Geruch, weniger Emissionen – dafür mehr nutzbare Energie. «Rauch ist immer unverbrannte Energie. Und Energie sollte man nicht verschenken.»










