Wie viel Platz braucht eine Pelletheizung?

Pelletheizung

Kurz gesagt: In den meisten Fällen bleibt alles, wie es ist. Der Platzbedarf entspricht etwa dem einer Ölheizung. Bestehende Räume lassen sich meist ohne Umbau weiterverwenden.


Aktualisiert am
Platzbedarf Pelletheizung

Den Öltankraum nutzen Sie einfach als Pelletlager. Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus genügt ein Raum von 2 × 3 Metern, um einen Jahresvorrat an Pellets zu lagern. 

Bei einer Heizung befinden sich die Heizungskomponenten meist alle im selben Raum: im Heizraum. Das muss aber nicht so sein. Wenn der Heizraum zu klein ist oder Sie Ihren Keller anders nutzen möchten, kann das Pelletlager auch woanders stehen. Der Heizkessel und das Lager können bis zu 25 Meter entfernt sein. Sie können es in Ihrer Garage oder einem wettergeschützten Schuppen unterbringen, wenn das für Sie die beste Lösung ist. Wir haben noch für jedes Haus eine praktische Lösung gefunden. Das klappt auch bei Ihnen.

Keine Sorge: Ihre Gartengeräte, Skis, Winterschuhe und das Altpapier finden weiterhin Platz im Keller.


Was gehört alles zu einer Pelletheizung?

  • ein Heizkessel
  • ein Pufferspeicher mit integriertem Boiler
  • ein kleines Expansionsgefäss
  • ein Lager für die Pellets (Gewebetank, Pelletlagerraum oder Wochenbehälter)

Das haben Sie alles schon so ähnlich bei Ihrer bestehenden Heizung.
Nur der Pufferspeicher ist etwas Besonderes: Eine Pelletheizung läuft besonders sparsam und emissionsarm mit einem Speicher. Bei kleineren Heizsystemen (bis 70 kW) ist das nicht Pflicht, wir empfehlen ihn aber wärmstens. 

Ihre Heizkörper oder Fussbodenheizung bleiben, wie sie sind. Der Umbau betrifft nur den Heizraum. Kein Dreck im Wohnbereich, keine Baustelle durchs ganze Haus.

Pelletlager: Wo früher der Tank war

An den Platz des Öltanks kommt das Pelletlager oder Sie stellen in Ihren Keller einen Gewebetank.
Wichtig ist: Der Raum muss trocken sein.

Varianten im Überblick:

1. Gewebetank: flexibel und schnell aufgebaut
Der Gewebetank ist ein robuster, staubdichter Behälter aus Spezialgewebe, getragen von einem Metallrahmen.
Er wird fixfertig im Heiz- oder Nebenraum aufgestellt – besonders praktisch, wenn Sie vorher mit Gas oder Strom geheizt haben oder den alten Tankraum anders nutzen möchten.
Gewebetanks gibt es in verschiedenen Grössen – passend für Ein- oder Mehrfamilienhäuser.

2. Lagerraum mit Schrägboden: ideal bei Ölheizung
Sie haben einen alten Tankraum? Perfekt. Dann ist ein Pelletlager mit Schrägboden oft die beste Lösung.
Der leere Raum wird umgebaut. Dank Schrägboden rutschen sie automatisch zur Austragung – kein manuelles Nachfüllen nötig. Die Pellets lagern lose im Raum.

Pelletheizung und Gewebetank im Heizraum
Pelletheizung mit Wochenbehälter
Pelletheizung und Pelletlager mit Schrägboden

Fazit

Eine moderne Pelletheizung kommt mit dem Raum aus, den Ihre alte Anlage bereits hatte.
Sie heizen klimafreundlich – und gewinnen neue Unabhängigkeit.
Und das alles ohne aufwendige Umbauten.

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Fragen & Antworten

Kann ich die Pellets auch in einem Naturkeller lagern?

Ja, vorausgesetzt, dass kein Wasser im Keller ist und der Keller nicht zu feucht ist. Das können Sie selbst ganz einfach testen: Stellen Sie für ein paar Tage eine Schale mit Pellets in den Keller. (Wir schicken Ihnen gern ein Säckchen zum Testen.)
Bleiben die Pellets ganz, ist der Raum geeignet. Verfallen die Pellets, müssen Sie schauen, wie sich die Luftfeuchtigkeit im Raum reduzieren lässt. Oft ist die einfachere Lösung der Gewebetank. Er schützt die Pellets besser vor Feuchtigkeit.

Reicht der Pelletvorrat gleich lang wie der Ölvorrat?

Wenn Sie den Öl-Tankraum zu einem Pelletlagerraum umfunktionieren, reicht der Platz immer mindestens für eine Jahresmenge Pellets. Mit Pellets lagern Sie jedoch etwas weniger Energie.
Können Sie aktuell einen Ölvorrat für drei Jahre lagern, werden Sie in Zukunft Pellets für ungefähr 2,5 Jahre einfüllen können.

Kann ich Pellets auch im Freien lagern?

Auch das ist möglich. Aber: Pellets müssen trocken gelagert werden (Vordach, Schopf, Scheune …). Ein Gewebetank muss vor UV-Strahlung geschützt sein.

Wie viele Pellets braucht ein Einfamilienhaus?

Der Jahresverbrauch hängt stark vom Haus und vom Heizverhalten ab.
Im Durchschnitt liegt der Bedarf bei 4 bis 6 Tonnen Pellets pro Jahr für ein Einfamilienhaus.

Was beeinflusst den Pelletbedarf?

1. Grösse und Dämmung des Hauses
Ein kleines, gut gedämmtes Haus braucht weniger Energie als ein grosses, schlecht isoliertes.
Beispiel: Ein Neubau mit 140 m² und moderner Dämmung kommt mit 2 Tonnen Pellets aus.
Ein älteres Haus ohne Dämmung kann doppelt so viel brauchen.

2. Baujahr und Energiestandard
Je neuer das Haus, desto tiefer der Verbrauch.
Ein moderner Neubau hat einen Heizwärmebedarf von 40–60 kWh/m².
Bei Altbauten liegt dieser bei 80–120 kWh/m² – also deutlich höher.

3. Ihr Heizverhalten
Wird konstant auf 23 Grad geheizt oder eher zurückhaltend?
Ist das Haus dauerbewohnt oder oft leer? All das wirkt sich aus.

4. Früherer Heizölverbrauch
Ein praktischer Vergleich:
1 Liter Heizöl entspricht etwa 2 kg Pellets.
Wer früher 2.000 Liter Öl im Jahr verbraucht hat, braucht heute rund 4 Tonnen oder 7 m3 Pellets.

Beispiele aus der Praxis
Haus mit 150 m², wenig gedämmt, normaler Verbrauch: ca. 4 Tonnen/Jahr
Früher 2.000 Liter Heizöl: entspricht ca. 4 Tonnen Pellets

Pelletheizungen sind bei Altbauten und wenig gedämmten Häusern besonders sinnvoll, weil der Wirkungsgrad immer konstant hoch ist.

Wie finden Sie Ihren Bedarf heraus?
Am einfachsten: Schauen Sie Ihre alte Heizkostenabrechnung an.
Wissen Sie, wie viel Öl oder Gas Sie früher verbraucht haben? Dann lässt sich Ihr Pelletbedarf ziemlich gut schätzen.

Oder fragen Sie uns – wir helfen Ihnen gern bei der Berechnung.

Umrechnungstabelle Brennstoff / Leistung PDF
 

Martin Leibundgut, Heitzmann AG
Reto Koller
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